WPP – ein neuer Werberiese ist entstanden. J Walter Thompson und Wunderman führen Kreativität und Digitales zusammen – in Wunderman Thompson

Die Werbeholding WPP Group teilte am Montag mit, sie werde die Kreativagentur J. Walter Thompson mit dem daten- und direktmarketingorientierten Wunderman zusammenführen, um eine neue Agentur zu gründen, die „End-to-End-Lösungen“ anbieten wird.

„Wunderman Thompson ist eine beeindruckende Kombination“, sagte WPP-Chef Mark Read in einer Erklärung. „Die gebündelten Fähigkeiten, die unsere Kunden fordern – preisgekrönte Kreativität sowie fundiertes Fachwissen in den Bereichen Technologie, Daten und Handel – in einer einzigen Organisation.“

Daten und Kreativität. Die Verschmelzung der vom Direktmarketing kommenden Agentur Wunderman mit der Kreativmarke J. Walter Thompson macht schnell deutlich, wie sich WPP für seine Kunden positionieren will – es will kreativ sein, aber datengetrieben.

„Um transformative Ergebnisse zu erzielen, benötigen Kunden heute eine Inspiration, die auf datengesteuerten Erkenntnissen basiert“, sagte Mel Edwards, der derzeitige globale CEO von Wunderman. Er wird bei der neuen Agentur den gleichen Titel einnehmen.  „Wunderman Thompson bietet genau das, was Kunden wünschen: brillante Kreativität, Datenkenntnis und ausgefeilte Technologiekompetenz.“

Was es für Marketer bedeutet.   Diese Neuorganisation zeigt ganz klar die Notwendigkeit auf, sich im heutigen Markt auf Marketingtechnologie zu konzentrieren.  In Anbetracht des tiefgreifenden Einflusses von Technologie auf das Marketing wird in der WPP-Ankündigung von einer „engen und langjährigen Partnerschaften mit Adobe, Amazon, Google, IBM, Microsoft, Salesforce und SAP“ gesprochen. In den vergangenen Monaten hat Wunderman sein Technologieportfolio durch zwei Akquisitionen verstärkt: das niederländische Martech-Performance-Unternehmen Emark und das Amazon-Beratungsunternehmen 2Sales, das Marken dabei hilft, ihre Partnerschaft mit dem Online-Einzelhandelsriesen zu verbessern.

Wunderman Thompson, der voraussichtlich Anfang nächsten Jahres „voll einsatzfähig“ sein wird, wird 20.000 Mitarbeiter beschäftigen und in 90 Märkten tätig sein.  Laut WPP teilen sie bereits eine Reihe von Kunden, und die Websites der Agenturen zeigen Arbeiten für Marken wie Coca-Cola, Shell, Nestlé, Samsung und ING.

Fazit:

Es wird sicherlich interessant zu beobachten, wie die Agenturlandschaft auch bei uns auf diese Fusion reagiert und wie die Kunden die angekündigten „End-to-End-Lösungen“ annehmen.

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