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Darwin und die Evolutionstheorie

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Die Transkription zum Video:

Guten Tag, meine lieben Adventskalender Besucherinnen und Besucher, ich möchte Sie herzlich begrüßen. Mein Name ist Georg Blum. Ich bin Geschäftsführer der 1. Relations. Ich habe vor ca. 18,19 Jahren einen Vortrag entwickelt der nennt sich Management und die Naturgesetze. Und da ich der Meinung bin, dass das heute mehr denn je gilt, auch im Rahmen der Globalisierung und der Klimakrise, die wir gerade mehr oder weniger alle deutlich spüren, macht es Sinn, sich über solche Themen auch nochmal Gedanken zu machen.

Mein Schwiegervater war Landwirt und erzählte mir immer wieder von Naturgesetzen und überraschenderweise konnte ich schon damals wie gesagt vor 18/19 Jahren feststellen, dass das eine oder andere Déjà vu Erlebnis ich hatte, wo ich gesagt hab Menschenskinder, da hätte eigentlich die Berücksichtigung von Naturgesetzen oder von dem Wissen über die Natur geholfen. Man hätte die ein oder andere Fehlentscheidung vermeiden können oder man hätte ein gewisses Kundenverhalten besser einschätzen können. So entstand im Ursprung der heutige Vortrag, der in 24 Episoden rund um das Thema Management und die Naturgesetze heute beginnt mit dem ersten Türchen.

Es geht um Darwin und die Evolutionstheorie.

Charles Darwin auf seiner Beobachtungsreise Prinzip in den Galapagos-Inseln gelandet, entwickelte durch seine Beobachtungen letztendlich zwei wichtige Kräfte die ganzen Beobachtungen landeten dann letztendlich in diesem Buch. Origin of Species und zusammengefasst kann man sagen, wirken in der Natur zwei wichtige Kräfte, nämlich die Evolution, wie sicherlich als Begriff schon sehr bekannt ist, aber auch die Divergenz, diese Divergenz. Weniger bekannt ist die zweite wirkende Kraft. Die Evolution begründet letztendlich immer, warum eine Art immer besser wird. Die Divergenz, warum die Artenvielfalt laufend zunimmt.

Und bei seinen Beobachtungen kam im Prinzip heraus, dass es eben Finken gab und das war so einer seiner wichtigsten Beobachtungen, dass es Finken gab, die hatten dicke Schnäbel. Es gab welche, die konnten aufgrund ihrer Schnäbel besser Nüsse knacken und hatten dadurch auch letztendlich ein größeres Speise-Angebot. Normale Finken konnten nur Samen fressen oder hatten sich eben von Insekten ernährt. Und die große Frage war letztendlich die Woran lag das?

Und auf der einen Seite gab es sozusagen diese unterschiedlichen Finken Arten und auf der anderen Seite sagte sich Darwin Naja, die könnten ja im Prinzip auf unterschiedlichen Inseln geboren worden sein, weil letztendlich auf jeder Insel ein besonderes und auch reduziertes Speise-Angebot, Nahrungsangebot vorhanden ist.

Und letztendlich diejenigen überleben, die sich in dieser Nahrungsknappheit am besten durchsetzen konnten. Also rein zufällig wurden wahrscheinlich.

Irgendwann fing mit dicken Schnäbel geboren und wiederum die konnten sich dann besser durchsetzen, weil sie eben auch diese Nüsse knacken konnten. Im Vergleich zu den anderen. Natürliche Auslese nannte Darwin das Prinzip oder wie es im Englischen so schön heißt survival of the fittest. Was können wir jetzt dafür oder da raus für die Ökonomie ableiten Die Evolution sorgt in der Ökonomie dafür, dass Produkte und Dienstleistungen immer besser werden. Und ja, das ist durchaus auch wichtig, dass die Kunden immer anspruchsvoller werden.

Die Divergenz wiederum sorgt dafür, dass es neue Märkte gibt, durch Innovationen auch bestehende Märkte abgelöst werden, aufgelöst werden, Produktkategorien immer differenzierter werden.

Und letztendlich durchaus auch. Daraus folgt, dass die Kundenbeziehungen besser ausgeschöpft werden können. Was sind so typische Beispiele in den 70er 80er Jahren hat z.B. Toyota gezeigt, mit dem KAIZEN-Prinzip, dass sie Autos, die im Prinzip die Innovationen waren, eigentlich immer auf den europäischen Herstellern begrenzt. Aber Toyota hat eins gemacht Sie haben eben diese Produkt- und Produktionsweisen kopiert und ganz fein weiterentwickelt. Und dieses KAIZEN-Prinzip führt letztendlich dazu, dass es heute ein Synonym für diesen kontinuierlichen Verbesserungsprozess, für diese evolutionäre Entwicklung ist.

KAIZEN als Wort besteht aus zwei Bestandteilen, nämlich KAI für Veränderung und Wandel und ZEN für zum Besseren, also Wandel, Verbesserung zum Besseren. Im Bereich der Autos ist eben die Divergenz dafür verantwortlich, dass es eben dann statt einem normalen klassischen Durchschnitts Auto einen Kleinwagen gibt Mittelklasse, Limousine, Geländewagen oder oder oder. Im Bereich des Biers, kann man sagen. Okay, aufgrund des Reinheitsgebot hat Evolution dafür gesorgt, dass es immer besser geschmeckt hat. Das Bier ist vielleicht auch länger haltbar war.

Dann hat aber die Divergenz letztendlich dafür gesorgt, dass neue Sorten entstanden sind und die vielleicht gravierendste Divergenz im Biermarkt war eben z.B. diese Einführung von alkoholfreien Bier. Bei der Regenbekleidung war das Ziel, dass es immer wasserdichter gemacht wurde. Ob das nun mit Wachs oder anderen Möglichkeiten stattgefunden hat, längere Mäntel. Aber die Divergenz, die letztendlich auch hier jeder kennt, wurde durch die Einführung von atmungsaktiven Textilien herbeigeführt. Und da ist natürlich die Marke Gore-Tex wegweisend gewesen. Weitere Beispiele kann man sagen Okay, im Getränke- und Erfrischungsgetränkemarkt hat Coca Cola durch die Einführung seines Produktes, die diese Brause, wie man so schön sagt, eine Veränderung herbeigeführt.

Der lösliche Kaffee hat im Kaffeemarkt verändert. Red Bull, glaube ich, ist auch klar, dass da einiges sich quasi durch Divergenz verändert hat. Und der Thermomix hat auch mit seiner durchaus einzigartigen Positionierung und seinen Fähigkeiten dafür gesorgt, dass in der Küche der Küchenmaschinenmarkt Veränderung erfuhr. Was ist letztendlich in diesem Kontext von Darwins Evolutionstheorie mit den Schwerpunkt Evolution und Divergenz zu beachten? Am Ende braucht es zwei wichtige Sätze, nämlich einmal die Invention, die Joseph Alois Schumpeter mal sinngemäß so formuliert hat, nämlich dass wer aus Geld Neues Wissenschaft macht, eine Invention im Englischen to invent genannt.

Die echte Innovation, die letztendlich wirklich zu dieser Revolution der Märkte führt ist nach Schumpeter wer aus Wissen neues Geld, schafft also sprich die wirkliche Divergenz, diese Divergenz wird durch Innovation geschaffen und entsprechend werden mit diesem Wissen, wie Kundenbedürfnisse aus zu sehen haben, wie entsprechende Produkt Features sein sollten. Der schafft damit einen neuen Markt oder löst auch neue Bedürfnisse aus und kann damit entsprechend Geld verdienen und löst damit bisherige Produkte oder Märkte auch ab. Das mal in aller Kürze als kleiner Impuls, also die Divergenz, die starke Kraft, die neben der Evolution dann wirkt.

Die Evolution ist eben das, was ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess darstellt. Die Divergenz ist die Innovation, die letztendlich dafür sorgt, dass Märkte neu entstehen bzw. alte Märkte langsam abgelöst werden. Ich danke für die Aufmerksamkeit.

Schließe das erste Türchen für heute wieder und freue mich auf morgen, den zweiten Dezember, wenn es heißt, es geht um das Gesetz der erforderlichen Vielfalt. Vielen Dank. Und einen schönen Tag.

 

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