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Das Ende der Fußball-Bundesliga-Schlusskonferenz – Ein Beispiel für Kundenorientierung?

Wie wenig Umdenken und Kundenorientierung im öffentlich-rechtlichen Radio oder Fernsehen stattfindet, beschreibt Dirk Gehlen wunderbar. Seit Jahren (im Mai 2018 als er den Artikel schrieb – bis heute, 19.05.2020) findet im Radio die Fußball-Bundesliga-Schlusskonferenz statt.

Auf Wikipedia findet man folgenden Eintrag dazu.

„Die ARD-Bundesligakonferenz läuft immer am Ende der beiden Halbzeiten und wird in den Programmen WDR 2 (in der Sendung: „Liga Live“), Bayern 1 (Heute im Stadion), Bremen Eins (Die Fußball-Bundesliga), hr1 (Arena), hr-info, MDR info (Fußball-Bundesliga), MDR Jump*, MDR 1 Radio Sachsen, MDR Sachsen-Anhalt*, MDR Thüringen*, NDR 2 (Die NDR 2 Bundesligashow), NDR 1 Welle Nord, Inforadio (Sport am Sonnabend), radioeins, SR 3 Saarlandwelle (Sport und Musik), SWR1 (Stadion) und gelegentlich auch Bremen Vier, hr3 und SR 1 Europawelle übertragen. (*: nur die Schlusskonferenz)

An Samstagen beginnt die so genannte Halbzeitkonferenz auf allen Sendern pünktlich um 16:08 Uhr, die so genannte Schlusskonferenz um 16:55 Uhr.“

Seit 1952 gibt es im Radio die Konferenz-Schaltung für ausgewählte Spiel, Seit 1963 für alle Bundesliga-Spiele

Er haut nicht gleich auf den Putz, könnte er aber machen. Denn wie lange gibt es sie schon – die Fußball-Bundesliga-Schlusskonferenz. Seit 1952! Klar, weil sie es schon so lange gibt, wendet der geneigte Leser ein, ist sie etabliert und gut.

Aber Dirk van Gehlen hat recht: Kann man Gutes besser machen? Man kann es nicht allen recht machen. Aber er will seinen Lieblingsverein 90 Minuten lang im Radio lauschen. Und das nicht nur die letzten 20 Minuten, von 16:55 ab. Neben dem Putzen, neben dem Kaffee trinken, neben was auch immer.

Diesen KVP, den kontinuierlichen Verbesserungsprozess, mahnt Gehlen an. Er wird durch Amazon Music und anderen immer wieder vorgeführt. Nur die öffentlich-rechtlichen Sender schauen zu, wie das Kaninchen vor der Schlange. Man kann das eine (das Neue) tun, ohne das andere zu lassen. Das ist heute technisch kein Problem. Die Radioreporter (wobei das sicher leider auch für die TV-Reporter gilt) reden ja ohne Unterlass. Keine Szene im Stadion bleib unkommentiert. (Was im TV durchaus möglich wäre) Ob sie der Zuhörer nun dem einen Spiel oder der Konferenz zuhört. Das wählen zu können, wäre ein riesiger Fortschritt.

Sein Artikel ist ein wunderbares Plädoyer für die Kundenorientierung, für Individualisierung, für den Schutz der öffentlich-rechtlichen Arbeit und daher lesenswert.

Also Auf!Gelesen! Oder eben
— Weiterlesen www.dirkvongehlen.de/sport/das-ende-der-schlusskonferenz-digitale-mai-notizen/

 

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