Dashboard-Wahnsinn

Neues vom Marketoonist: Der Dashboard-Wahnsinn

Tom Fishburne fasziniert mich beinahe mit jedem neuen Cartoon.

Wir betrachten dieses Thema Dashboard-Wahnsinn von zwei Seiten:

Wir schließen vor jeder Software-Präsentation Wetten ab, wie lange es dauert, bis die präsentierende Person das Wort „Dashboard“ in den Mund nimmt. Länger als 5 Minuten dauert es nie. Absoluter Rekord waren 15 Sekunden. Während der Software-Präsentation kreuzen wir auf dem Buzzword-Bingo-Schein an, wie oft das Wort Dashboard zum Einsatz kommt. Der derzeitige Rekordhalter liegt bei 24 mal „Dashboard“.

Die andere Seite: Der Anwender – vor allem der Geschäftsführungskreis.

Je mehr KPIs, je größer das Dashboard, umso sicherer fühlt man sich in seinem Handeln. Jeder KPI ist eine zusätzliche Versicherung, keinen Fehler zu machen. Alles hat man im Griff. So könnte man meinen, denken ein paar Führungskräfte.

Auf der anderen Seite beobachten wir das Phänomen der Entscheidungslustlosigkeit. Mit Vorliebe werden nicht getroffene Entscheidungen damit begründet, es fehle noch „die eine“ Kennziffer, die zur endgültigen Entscheidungsfindung hilft.

Und so entstehen diese Dashboard-Monster, welches Tom hier gezeichnet hat, die am Ende doch wieder keinen Nutzen bringen.

Erwin Staudt, ein ehemaliger IBM-Manager und Ex-Präsident des VfB-Stuttgart, sagte vor über 10 Jahren auf einem Vortrag sinngemäß: Ich kann mein Unternehmen mit ca. 5 guten Kennzahlen steuern. Von den wenigen Kennzahlen waren alleine 4 Kennzahlen aus der RFMR-Formel. So einfach kann man erfolgreich ein Unternehmen lenken.

Nach dem alten Motto: Weniger ist mehr. Immer wieder unnötigen Ballast abwerfen

Bild: marketoonist

 

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