Usability / Enttäuschter User / Anwender

Verdienen die Anwender nicht eine bessere Software?

Wir sind auf einen Artikel von Kipp Bodnar aufmerksam geworden, der etwas provokativ sagt: „Marketers verdienen eine Software, die nicht Scheiße ist!“ Das klingt natürlich in erster Linie nach Eigenwerbung für HubSpot, deren CMO er ist. Wieso haben wir trotzdem diesen Artikel unter die Lupe genommen? Weil er unserer Meinung nach ausspricht, was viele Firmen und Anwender umtreibt:

  • Benutzerfreundlichkeit und leistungsstark – muss das ein Widerspruch sein? In der Vergangenheit haben viele Anbieter sich entweder dem Thema Benutzerfreundlichkeit oder dem Thema  Ausbau weiterer Funktionalitäten gewidmet. Wieso haben sie es nicht geschafft, die Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen und gleichzeitig leistungsstärker zu werden? Das dies kein Widerspruch sein muss, haben bereits zahlreiche Anbieter aufgezeigt, wie beispielsweise Pipedrive, Zoom, Shopify und Slack.
  • Ist eine Segmentierung für die E-Mail-Kampagne rasch aufzusetzen? Wie geht es dem Marketing-Analyst, der einen Bericht erstellen möchte? Viele Anbieter haben es versäumt, die gestiegenen Kundenerwartungen umzusetzen – unnötige Formulare, Felder, Workflows usw. überladen die Software und bremsen die User aus.

Aber: Unternehmen benötigen Software, um schnell und marktgerecht handeln zu können. 

  • Benutzerfreundlichkeit und leistungsstark – muss das ein Widerspruch sein?

Kipp Bodnar empfiehlt dazu folgende 5 Tests:

  • Geschwindigkeits-Test: Die Zeit, um Standardaufgaben (Aufbau einer E-Mail-Kampagne, Bericht erstellen) auszuführen, sollte deutlich reduziert werden.
  • People-Test: Das gesamte Marketing-Team sollte in der Lage sein, mit der Software zu arbeiten und dies auch gerne tun.
  • Kunden-Test: Die Benutzerfreundlichkeit hat eine hohe Priorität, die Software muss von den Anwendern geliebt werden. Schauen Sie sich dazu die Bewertungen nach Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität an.
  • Fenster-Test: Müssen für die Ausführung von Standard-Marketingaufgaben mehrere Fenster oder Register geöffnet werden? Das zeugt nicht von hoher Benutzerfreundlichkeit und kann dazu führen, dass Informationen nicht dokumentiert werden.
  • Extensibility-Test: Kann die Software mit dem Unternehmen wachsen? Können neue Tools in den Arbeitsablauf integriert werden und liefern die Schnittstellen die Informationen bidirektional?

Unserer Meinung nach geht der Ansatz von Kipp Bodnar in die absolut richtige Richtung: Um die weiter steigenden Kundenerwartungen (auch bezüglich KI und AR) zu erfüllen, ist eine ausgeprägte Bedienerfreundlichkeit, gepaart mit den relevanten, anpassungsfähigen Funktionalitäten, für Anwendungen essentiell.

Dürfen wir Ihnen bei der Auswahl der passenden Software behilflich sein? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Bild: pixabay

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