Vorsatz

Vorsatz, vorsätzlich oder fahrlässig? Der Dreiklang zum Jahreswechsel

Vorsatz:

Wie immer zum Jahreswechsel kommen die Vorsätze ins Spiel. Welchen Vorsatz nehmen Sie für 2019 ins Visier? Oder gleich mehrere? Dann sind es Vorsätze. Vorsätze haben meist etwas mit der Veränderung der Persönlichkeit, dem Verhalten zu tun? Daraus folgt die Frage:

Haben Sie die Disziplin, sich an dem einen oder anderen Persönlichkeitsmerkmal, Verhalten, Fachgebiet zu verändern?

Die einen wollen an sich selbst arbeiten („Ich will in Zukunft pünktlicher sein“). Die anderen an den Kolleginnen und Kollegen („Ich muss von ihnen in Zukunft mehr Qualität einfordern“).

Nehmen Sie sich jedoch nicht zuviel vor! Denn lieber weniger, dafür sicher den Vorsatz auch umsetzen. Zu viele Vorsätze gleichzeitig führen selten zum Ziel. Das wäre fahrlässig.

Vorsätzlich: Der Begriff wird fast immer im negativen Sinn gebraucht. Jemand hat vorsätzlich, also bewusst, einem anderen Schaden zugefügt.

Dennoch ist es doch möglich, vorsätzlich jemandem etwas Gutes anzutun. Was könnte das sein? Alte Zöpfe abschneiden und damit z. B. weniger Aufgaben einzufordern.

Lassen Sie sich von den Mitarbeitern Zeitfresser vorschlagen und priorisieren!

Zum einen tun Sie Gutes, weil die Mitarbeiter den Change selbst bewirken können. Zum anderen sehen Sie, wer Vorschläge einbringt und Vorsätze für das neue Jahr mitbringt. Und, wenn Sie selbst den Vorsatz einbringen, diese Zeitfresser abzuschaffen, ja dann bildet das Vertrauen und führt – immer wiederkehrend angefragt – zu einer kontinuierlichen Verbesserung der Kultur und Arbeitsbelastung.

Fahrlässig: Wäre es somit nicht fahrlässig, dass oben gesagte NICHT zu tun? Fahrlässig ist auf jeden Fall, alles der Digitalisierung unterzuordnen. Nicht alle Kunden sind digital unterwegs. Manche nur teilweise. Und nicht alles, was technisch möglich ist, führt zu einer Kundenbindung bzw. positiven Customer Experience. Insofern ist es zwar ein guter Vorsatz, immer auf dem neuesten Stand der Technik zu sein. Nur ist es geradezu fahrlässig davon auszugehen, dass „Ihre Kunden, das genau so sehen oder diese moderne Technik benötigen“.

Daher sind unsere Vorsätze für das neue Jahr:

  1. An der Basis arbeiten: Nur, wenn die Grundlagen stabil sind, lässt sich darauf eine Startrampe bauen.
  2. Alte Zöpfe abschneiden: Jedes Jahr mindestens einmal, durchaus auch laufend immer wiederkehrend nach Zeitfressern suchen und diesen „Müll entsorgen“. Das schafft Freiraum im Handeln und Denken.
  3. Bringen Sie Ihren Kunden eine Kundenwert-Schätzung entgegen! Eine Wertschätzung entsprechend dem Kundenwert. So schütten Sie das Füllhorn der Zuneigung nicht mit der Gießkanne, sondern gezielt aus.
  4. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter am Veränderungsprozess mitwirken! Und denken Sie bitte immer wieder an unseren Leitspruch: Mitarbeiterbindung ist Kundenbindung. 

So, genug von Vorsatz und vorsätzlich Gutes tun! Mehr wäre fahrlässig. 😊

Auch interessant: Vorsätze für 2019 sollten zu den Erwartungen der anderen passen. Check?