Neuer Chef der Deutschen Bank: Solide kann für uns nicht ausreichen – kundenorientiert ist u. a. ein Ziel

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Christian Sewing, der neue und jüngste Chef in der Geschichte der Deutschen Bank, äußert sich im heute journal zu seinen Zielen bei der kriselnden Großbank.
Man wolle „in Deutschland klarer Marktführer in allen Bereichen sein.“

Aber was unsere ältesten am meisten interessiert, ist der Schlusssatz: „. …kundenorientiert … werden“. Das hören wir doch gerne.

C-Level-Aspekte:

  1. Ein so großes Haus wie die Deutsche Bank ist unglaublich schwer zu steuern. Oft vergleicht man dies mit einem Tanker. Ein Tanker benötigt ca. 5 km, um aus voller Fahrt die Geschwindigkeit so zu reduzieren, dass ein Richtungswechsel möglich ist, ohne dass er umkippt.
  2. In einem Artikel der Süddeutschen wird kolportiert, dass es für den Standort Deutschland wichtig wäre, dass die Deutsche Bank mit der Commerzbank fusioniert. Das ist Blödsinn. Das hat man schon bei der gescheiterten Übernahme der adressierten Bank durch die Allianz gesehen. Größe alleine ist kein Erfolgskriterium.
  3. In seinem letzten Interview-Satz spricht der neue Chef von „mehr an Kundenorientierung“. Das hören wir alle gerne, denn diese sichert dem Unternehmen durch Kundenbindung die Zukunft.
  4. Das bedeutet konkret für so ein großes Haus: Mitarbeiterbindung muss eines der Kernelemente der Führungskultur sein. Mehr als in jedem kleineren Unternehmen, in dem die Chefin/der Chef „mal schnell über den Hof in die Werkstatt“ oder „eine Etage tiefer in die Abteilung X“ gehen kann.
  5. Es braucht Ziele, persönlich, mehr noch Teamziele, die Kundenorientierung fördern und fordern. Da hilft die beste Software nichts.

— Weiterschauen geht, solange das Video online ist, hier.




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