Ist das leicht übertrieben? Spionage mit Werbekampagnen: Hilflos ausgeliefert!

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Paul Vines, Franziska Roesner und Tadayoshi Kohno haben mit Analysen festgestellt:

„Wer die geographische Umgebung der Zielperson als Karte rastert, so zeigt die Untersuchung von Paul Vines, Franziska Roesner und Tadayoshi Kohno, kann sogar Bewegungsprofile ermitteln. Hierfür wird die Gegend in Sektoren gegliedert, in denen automatisch verschieden gestaltete Anzeigen ausgeliefert werden. So lässt sich ein Aufenthaltsort bis auf acht Meter und fünf Minuten genau ermitteln. Die geobasierte Annonce verrät dabei, wo sich die überwachte Person befindet, beispielsweise am Arbeitsplatz oder zu Hause, an einem Versammlungsort oder bei einem Treffen. Fatal: Mancher lokale Standort verrät einen inhaltlichen Standpunkt.“

Kommentar:

In der aktuellen Diskussion um Datenschutz und potenziellen Missbrauch der Daten kann sich hier der Leser ein Bild machen, wo und wie Nutzungs- und Lese-Daten bei Internetseitenbesuchen gesammelt, weitergegeben und für Werbezwecke genutzt werden.

Nur eines ist bzw. bleibt leider das Kernproblem:

Wenn denn die gesammelten Daten so detailliert und zielgruppengenau sind, warum bekommt man immer noch Werbung, die sich kaum in den Bedürfnissen des (potenziellen) Kunden widerspiegelt eingespielt?

Wer sich also mit diesem Thema etwas genauer beschäftigt, wie wir, der muss feststellen, dass „zielgruppengenau“ ein schwammiger Begriff ist.

Vieles weitere z. B. wie man sich vor dem fremden Ausspähen schützen kann, steht hier:

http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/digital/spionage-mit-werbekampagnen-hilflos-ausgeliefert-15397746.html




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