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HubSpot – von einer Marketing-Software zur vielversprechenden Full-Service-Plattform

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Mit dem Launch des Service Hubs hat HubSpot vor kurzem einen Schritt von besonderer Bedeutung gewagt.

Doch der Reihe nach: 2006 betrat das US-Unternehmen mit einer damals noch nicht verbreiteten Idee den Markt: Die Gründer hatten erkannt, dass sich die Art, wie Menschen leben, arbeiten und einkaufen, verändert hat, und propagierten statt der damals noch üblichen Outbound-Taktiken wie Kaltakquise, für potenzielle Kunden relevante, hilfreiche und individuell auf sie zugeschnittene Inbound-Erlebnisse. HubSpot sollte Unternehmen unterstützen, solche Erlebnisse zu schaffen – und tat es. Aus einer reinen Marketing-Software heraus durchlief HubSpot vor allem in den vergangenen fünf Jahren einen positiven Wandel, wie Gabriel Marguglio in einem Beitrag auf Nextiny inbound marketing berichtet.

Das Ökosystem HubSpot

Tatsächlich setzen der HubSpot-Website zufolge 41.500 Kunden in mehr als 90 Ländern auf die Lösung, die eine umfangreiche Plattform für Marketing, Vertrieb und Kundenservice bietet. Sie ist gestützt auf ein kostenloses CRM-System: HubSpot CRM. Dieses gibt Unternehmen die Möglichkeit, ihre Kontaktdaten zu verwalten und langfristige Beziehungen zu ihren Leads und Kunden aufzubauen. Eine tragende Säule bildet der Marketing Hub. Dabei handelt es sich um Marketing-Software zur Generierung von mehr Traffic, Konvertierung von Web-Besuchern zu Leads und zur Entwicklung von vollständigen und skalierbaren Inbound-Marketing-Kampagnen. Außerdem ist der Sales Hub ein wesentlicher Bestandteil. Er verkörpert zeitsparende Vertriebssoftware, die Verantwortlichen detaillierte Informationen zu potenziellen Kunden an die Hand gibt, und mit der Unternehmen leidige Aufgaben automatisieren und schneller Deals abschließen können. Neuerdings gehört darüber hinaus ein Service Hub dazu. Dieser vereint Kundenservice-Software, mit der Unternehmen die Beziehungen zu bestehenden und neuen Kunden langfristig pflegen können.
Mit dem Launch dieses dritten Standbeins haben Kunden zusätzlich die Möglichkeit, Service-Funktionen zu implementieren. Dazu zählen unter anderem folgende ausgewählte komplementäre Tools:

  • Wistia
    Wistia ist ein Video-Hosting-, Analyse- und Video-Marketing-Tool. Es gibt zum Beispiel Aufschluss darüber, wie viele Menschen die Videos ansehen, an welchen Stellen Zuschauer abspringen und ermöglicht das Hinzufügen von Aufrufen zu Handlungen und Formularen. Die Integration in HubSpot erlaubt eine unmittelbare Erfolgsmessung, die darauf abzielt, den Einsatz der Videos zu optimieren, um höhere Abschlussraten von Kunden zu erzielen.
  • Seventh Sense
    Seventh Sense analysiert Daten im Zusammenhang mit E-Mail-Marketing-Aktivitäten. Dazu zählt der Zeitpunkt, wann die E-Mails von welchem Gerät geöffnet, gelesen und angeklickt worden sind. Auf dieser Basis kann die Software die wahrscheinlichste Zeit, zu der jeder Lead täglich und wöchentlich mit E-Mails in Kontakt kommt, und sein Engagement darstellen. Für Unternehmen wird es einfacher, E-Mail-Kampagnen zum optimalen Zeitpunkt für jeden Lead zu versenden, was zu höheren Konversionsraten und zum ROI bei E-Mail-Kampagnen führt.
  • CallRail
    Mit CallRail können Unternehmen Anrufe verfolgen und analysieren, zum Beispiel wenn ein Interessent von ihrer Website aus anruft. Das Tool teilt die ursprüngliche Quelle des Leads mit und je nach Quelle können Anwender sogar weitere Informationen erhalten, z. B. welches Keyword in PPC-Kampagnen der Lead verwendet hat, um auf die Website zu gelangen.
  • Drift
    Die Integration von Drift versetzt Unternehmen in die Lage, eine Chat-Funktion bzw. einen Chatbot auf einer Website einzurichten. Dabei lassen sich die ersten Schritte im Chat individuell automatisieren. Hat sich der Besucher dann qualifiziert, kann der Bot ihm helfen, automatisch einen Termin mit einem Verkäufer zu vereinbaren oder das Gespräch direkt an diesen weiterleiten.
  • Databox
    Mithilfe der Business-Analytics-Plattform Databox entstehen individuelle Berichte, um den Wert von HubSpot und vielen anderen Software-Integrationen darzustellen. Dies ermöglicht Entscheidern, Zusammenhänge zu verstehen, die Kommunikation zwischen Marketing und Vertrieb zu verbessern und die Maßnahmen auf Basis von Daten zu optimieren.

Fazit: ein sehr guter Mid-Size-Player

Was SAP jetzt nach vielen Jahren und Versuchen seinen Kunden wahrscheinlich ermöglicht und was Salesforce in vergangenen Jahren aus der Sicht des Vertriebs aufgebaut hat, hat HubSpot in zwölf Jahren aus dem Boden gestampft. Die Entscheidung, sich als Ökosystem zu öffnen und Dritten einen Großteil der Innovationsarbeit zu übergeben, wie Gabriel Marguglio es formulierte, war eine wichtige. Denn: Mit dieser dritten Säule wird HubSpot nicht nur ein Full-Service-Tool, das Unternehmen bei fast allen Wachstumsanforderungen unterstützt. Es entsteht auch ein Schwungrad, mit dem neue Geschäftsimpulse erzeugt werden können, wie ein Beitrag auf Seeking Alpha treffend erläutert.

Dort wird auch aufgeführt, dass HubSpot mit seiner einfachen Benutzeroberfläche und einem ansprechenden Preis über weitere gewichtige Eigenschaften verfügt, die in ihrer Kombination mit den Produktfunktionen das Schwungrad antreiben. Zudem zeichne sich HubSpot unter anderem durch visionäres Management und solide Finanzen aus. Somit hebe es sich von der Vielzahl der Marketing-Automatisierungstools ab, während es sich „vor unseren Augen in ein Mini-Salesforce verwandelt“. Auch nach unseren Marktbeobachtungen ist HubSpot einer der Mid-Size-Player im Markt, die hervorragende Arbeit geleistet haben und die Breite und Tiefe an Anforderungen sehr gut abdecken.




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