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Masterplan, Konsequenz und Kultur – Bestandteile des Erfolgsprinzips von Amazon

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Alle reden über Amazon, aber nur wenige haben darüber nachgedacht, was hinter der erfolgreichen Entwicklung steht. CB Insights jedoch hat die jährlichen Aktionärsbriefe von Jeff Bezos analysiert und 21 Lektionen herausgearbeitet.

Jeff Bezos führe Amazon seit seiner Gründung im Jahr 1994 nach unkonventionellen Grundsätzen: Sorgen Sie sich nicht um Wettbewerber, nicht darum, Geld für Aktionäre zu verdienen oder um die die kurzfristige Entwicklung! Konzentrieren Sie sich auf die Kunden, und alles andere wird gut. Der langfristige Erfolg gibt ihm Recht.

Er trat zwar erst ab 2011/2012 ein, begann aber dann exponentiell zu wachsen. Diese Entwicklung wurde möglich, weil hinter Amazon eine klare Vision und ein Masterplan stehen, die konsequent umgesetzt wurden und werden, und weil Amazon – trotzt seiner Größe – über eine entsprechende Unternehmenskultur verfügt. Die verschiedenen Erfolgsfaktoren und ihr Zusammenspiel gehen aus den einzelnen Briefen hervor. Beispielhaft für die vergangenen drei Jahre sind dies:

Hohe Standards in die Unternehmenskultur integrieren

Amazon verfügt über eine klare Vision, in einem stark wachsenden Unternehmen eine Kultur für weiteres Wachstum und Exzellenz aufzubauen und am Leben zu halten. Dahinter steht die Erkenntnis, dass ein Unternehmen, wenn es wettbewerbsfähig bleiben will, nicht nur die eigenen Standards verbessern, sondern auch eine Organisation aufbauen muss, die neue Mitarbeiter mit hohen Standards entwickeln und einstellen kann. Es gelte sicherzustellen, dass die Standards ständig mit den Erwartungen der Kunden steigen. Für große Unternehmen bestehe eine Herausforderung darin, den wendigeren Start-ups voraus zu sein. Dabei gebe es zwei Hindernisse: Mitarbeitern fehlt die Fähigkeit, hohe Qualität zu erkennen und falsche Vorstellungen davon, wie lange es dauert, dieses Niveau zu erreichen.
Deshalb rät Jeff Bezos, realistische Überzeugungen zu entwickeln und proaktiv zu kommunizieren, wie schwer etwas sein wird sowie ein Verständnis für den Unterschied zwischen schlecht, gut und großartig herauszubilden.

Schnell handeln und sich auf die Ergebnisse konzentrieren

Bezos hat erkannt: Unternehmen, die selbstgefällig werden, sterben. Größere Unternehmen sind noch stärker gefährdet, da Wachstum und Größe schnelles Bewegen erschweren. Deshalb müssen große Unternehmen danach streben, Entscheidungen zu treffen und schneller zu handeln als Start-ups. Um das umzusetzen, sei bei Amazon immer „Tag 1“ – ein Symbol, das für Originalität, Begeisterung und den Wunsch, Kunden zu begeistern, steht. Konkret nennt Bezos folgende Strategien zur Bekämpfung der Selbstgefälligkeit: Kundenorientiert bleiben, skeptisch gegenüber Stimmrechtsvertretern sein, wachsam bleiben sowie Trends schnell übernehmen, qualitativ hochwertige und schnelle Entscheidungen treffen und an den Kunden messen! Genauso wichtig: Nicht auf den Prozess als Ziel fokussieren, sondern auf Ergebnisse!

Über leicht umkehrbare Entscheidungen nicht groß nachdenken

Der Erfolg von Amazon, so Bezos, ist in seiner Risikobereitschaft begründet. Sie werde erreicht, indem hochrangige Einzelpersonen oder kleine Gruppen leicht umkehrbare Entscheidungen schnell treffen. Das setze voraus, dass es ein Verständnis dafür gebe, welche Entscheidungen umkehrbar seien und welche nachhaltige Folgen haben und daher gründlich überdacht werden sollten. Einen übertrieben vorsichtigen Ansatz zu wählen, sei ein Fehler.

Fazit: Das sind nur drei interessante Learnings, alle anderen der 21 Learnings sollten Sie unbedingt hier weiterlesen!




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