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Bäumchen-wechsel-Dich-Spiele in der Chefetage – nach SAP jetzt ServiceNow

Kaum ist Bill McDermott bei SAP raus, ruft er aus einem neuen Wald: „Ich bin Chef von Service Now„. Der Leitspruch auf der deutschen Webseite McDermotts neuer Firma lautet: „Wir sorgen dafür, dass Menschen effizienter und besser arbeiten können.“ Es geht somit um Collaboration in mehreren Bereichen. Sehr einfach beschreibt es das Info-Datenblatt von ServiceNow:

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ServiceNow, mit derzeit ca. 2 Mrd. Dollar Umsatz, will in den nächsten Jahren organisch, d. h. ohne Zukäufe, auf 10 Mrd. Dollar Umsatz wachsen, schreibt das Handelsblatt in einem kürzlich erschienen Bericht.

Das ist sehr ehrgeizig. Er wird sich daran messen lassen.

Kritiker sagen, McDermott hat gemerkt, dass für den Tanker SAP kaum noch Wachstum möglich ist, daher hat er sich lieber auf ein neues Wachstumsfeld begeben. Somit bestätigt sich auch unsere Annahme, dass SAP vor durchaus komplexen Herausforderungen steht.

Dies zeigt auch eine zweite Personalentscheidung, die diese Woche die Runde machte. Bob Stutz übernimmt die Verantwortung für die SAP/Hana Transformation.

Stutz, der u. a. die Salesforce Marketing Cloud Aktivitäten geführt hat, soll SAP helfen, die sicher anspruchsvolle Aufgabe zu meistern, SAP-Kunden aus der alten ERP-Welt in die HANA-Welt zu überführen. „At SAP, he will have a similar challenge unifying within C/4HANA the Hybris e-commerce platform, Qualtrics survey tools and Callidus Cloud configure-price-quote pricing automation“ schreibt Don Flickinger von TechTarget.

Wobei es nicht nur eine Herausforderung ist, die Kunden zu überzeugen, sondern auch die SAP-Partner sowie Mitarbeiter mitzunehmen. Die altgedienten SAP-ERP-Partner wollen die neue CRM-/Hybris-Potentiale für sich ausschöpfen, haben aber die Kompetenzen nicht an Board. Andere Partner dürfen aber an diese Fleischtöpfe aufgrund von Kundenschutzvereinbarungen nicht heran bzw. nicht Ihre CRM-/MarTech-Expertise ausspielen. Der einzige, der davon nichts hat, ist der Kunde von SAP. Und die kündigen, wie wir schon öfters gehört haben, inzwischen SAP die Freundschaft bzw. die Lizenzverträge.

Neue Besen kehren gut. Beobachten wir, was nach den ersten 100 Tagen Bob an ersten Eckpfeilern verkündet und in die Wege geleitet hat.

 

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