Digitale Transformation: Deutsche Unternehmen wiegen sich in vermeintlicher Sicherheit

Zum dritten Mal in Folge wurden deutsche Konzerne zur Digitalen Transformation befragt. Die Ergebnisse der GfK-Studie* im Auftrag der Digitalberatung Etventure hören sich für das Jahr 2018 dem ersten Anschein nach sehr plausibel und positiv an. Darin heißt es: Der Stellenwert der Digitalisierung nimmt kontinuierlich zu, die Unternehmen fühlen sich selbst gut aufgestellt. Dass dies aber nur die halbe Wahrheit ist lesen wir im Vorwort der Studie:

„Die deutschen Unternehmen wiegen sich bei der digitalen Transformation in vermeintlicher Sicherheit — Tech-Giganten wie Google und Amazon werden nicht als Wettbewerber erkannt.“

Dieser Satz von Philipp Depiereux, Geschäftsführer von Etventure, hat uns dazu bewogen, die Ergebnisse der Studie genauer zu betrachten und die Essentials für Sie herauszufiltern.

Das Thema ist in den Chefetagen angekommen

68 Prozent der Unternehmen haben das Thema entweder direkt beim CEO oder aber in einem Vorstands- und Geschäftsführungsbereich verortet.

Der Faktor Mensch rückt stärker in den Fokus

Unternehmen setzen massiv auf Weiterbildungsprogramme, um den Mitarbeitern digitales Know-how und agile Methoden zu vermitteln

Die Unternehmenskultur muss sich verändern, tut es aber nur sehr langsam

Die absolute Mehrheit der deutschen Unternehmen (80 Prozent) ist der Ansicht, dass ein Wandel der Unternehmenskultur für das Gelingen der digitalen Transformation „wichtig” oder sogar „sehr wichtig” ist.

Der Fortschritt vollzieht sich sehr langsam

Die Unternehmen haben weiterhin mit großen Hemmnissen zu kämpfen, allen voran mit der Verteidigung bestehender Strukturen (58 Prozent), fehlender Erfahrung mit nutzerzentriertem Vorgehen (51 Prozent) sowie blockierenden Sicherheitsanforderungen (48 Prozent).

Die Auswirkungen der Digitalisierung werden unterschätzt

Rund die Hälfte der Unternehmen erwartet einen starken oder gar sehr starken Wandel ihrer jeweiligen Branche durch die Digitalisierung. Gleichzeitig glauben nur 21 Prozent, dass auch das eigene Geschäftsmodell unter einem ebenso starken Veränderungsdruck steht.

Eher die eigenen Wettbewerber als die Tech-Größen werden als Konkurrenten ernst genommen

Lediglich 22 Prozent sehen große Tech-Unternehmen wie Amazon oder Google als stärkste Wettbewerbs-Bedrohung und nur sieben Prozent fühlen sich von jungen Startups in ihrer Position bedroht.

Unser Fazit daraus:

Positiv ist,

  • dass Digitale Transformation inzwischen als Chefsache angesehen wird und
  • dass die Mitarbeiterkompetenzen und -Schulungen als elementare Bestandteile der Digitalisierung wahrgenommen und umgesetzt werden.

Was uns aber nachdenklich machen sollte:

  • Unternehmen haben intern mit Widerständen zu kämpfen,
  • vermuten für sich selbst geringe Auswirkungen auf die eigenen Geschäftsmodelle und
  • realisieren nicht, wie gefährlich die Tech-Riesen bereits heute für gewisse Branchen sind. Deren Vorteile sind: Daten, Schnelligkeit, finanzielle Möglichkeiten, Softwarekompetenz und Kundennähe.

 

* Repräsentative Befragung unter rund 2.000 deutschen Großunternehmen mit einem Mindestumsatz von jährlich 250 Mio. Euro. Befragt wurden Entscheidungsträger, die mit dem Thema Digitalisierung in den jeweiligen Unternehmen befasst sind.

 

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