Cloud-Arten

Die Cloud-Arten kurz vorgestellt

Public, Private, Hybrid, Multi und/oder Community Cloud?
Cloud-basierte Softwarelösungen nehmen in der IT-Landschaft eine immer bedeutendere Rolle ein. Microsoft Dynamics beispielsweise unterstützt in der Cloud-Lösung inzwischen mehr Funktionalitäten wie in der On-Premise-Lösung.
Wie unterscheiden sich nun aber die unterschiedlichen Cloud-Arten
  • Public Clouds
  • Private Clouds
  • Hybrid Clouds
  • Multi Cloud
  • Community Clouds

voneinander?

Public Cloud = offen und für jedermann zugänglich

Die Public Clouds kennen wir von unterschiedlichsten Anbietern – Dropbox, Google-Docs und GMX-Mail oder auch die kostenpflichtigen Services wie Microsoft Office 365 oder SAP Business by Design gehören dazu. Hier teilen sich viele Kunden eine gemeinsame Infrastruktur. Diese Infrastruktur befindet sich häufig nicht in Europa und unterliegt dann nicht der DSGVO. Da dies in der Vergangenheit viele Kunden im B2B-Bereich abgeschreckt hat gehen nun immer mehr Anbieter dazu über, die Public Cloud in Deutschland oder zumindest in Europa anzusiedeln.

Private Cloud = speziell für das eigene Unternehmen

Unternehmen können ihren Mitarbeitern aber auch die cloud-typischen Vorteile bieten und gleichzeitig nicht auf Datenschutz und Sicherheit verzichten. Diese Variante wird von Unternehmen häufig eingesetzt. Das bedeutet, dass die Infrastruktur für die Cloud entweder im eigenen Unternehmen betrieben wird (On-Premise) oder in einem Rechenzentrum eines externen Dienstleisters individuell zur Verfügung gestellt wird. Wie eingangs erwähnt gibt es inzwischen Anbieter, die Anwendungen für diese IT-Infrastruktur mit weniger Funktionen ausstatten und dadurch die Lösung für die Public Cloud forcieren.

Hybrid Clouds = das Beste aus beiden Welten?

Mischformen beider Ansätze bezeichnet man als Hybrid Clouds. So können beispielsweise datenschutz-unkritische Anwendungen auf der Public-Cloud, die sicherheitsrelevanten Prozesse und Daten auf der Private Cloud abgebildet werden. Dies allerdings nur, wenn diese Trennung nach kritisch und unkritisch auch umsetzbar ist. Die Tatsache, dass jedoch nahezu alle Daten eines Unternehmens in irgendeiner Art entweder sicherheits- oder datenschutzrelevant sind, hat eine neue Cloud-Form geboren. Die Mischung aus Private Cloud und flexibler Private Cloud. Hier verbleiben alle Daten im geschützten Raum und werden, je nach Bedarf der Rechenkapazitäten, entweder von intern auf externe Rechenzentren mit „eigenen“ Servern ausgelagert oder umgekehrt.

Multi Cloud = die hohe Kunst der Cloud

Der Multi-Cloud-Ansatz geht noch einen Schritt weiter. Cloud-Diensten und -Plattformen mehrerer Anbieter werden parallel genutzt. So entsteht die Verbindung mehrerer Cloud-Modelle (nämlich Public und Private) in einer zentralisierten, großen Cloud. Unternehmen werden flexibler, die Verfügbarkeit wird erhöht und ein möglicher Ausfall reduziert. Allerdings steigt damit auch die Komplexität sowie die Anforderung an einheitliche, umfassende Datenschutzkonzepte.

Community Clouds = interessant für Projekte

Seltener gibt es die so genannten Community Clouds. Ein fest definierter Nutzerkreis greift, beispielsweise im Rahmen eines Projektes, auf bestimmte Anwendungen zu. Diese Cloud-Infrastruktur wird von mehreren Unternehmen oder Einrichtungen gemeinsam zur Verfügung gestellt und ist nicht öffentlich verfügbar.

Wohin geht nun die Reise? Gibt es eindeutige Favoriten?

Kommt wie immer drauf an: Unternehmen im Gesundheits- oder Bankensektor werden für ihre sehr sensiblen Daten nicht die Public Cloud nutzen. Start-Ups hingegen, die mit unkritischen Daten auf die Reise gehen, benötigen keine Private Cloud. Die Aussage kann deshalb sicher nicht pauschal beantwortet werden. Zu divers sind die Anforderungen an Datenschutz, Datensicherheit, Verfügbarkeit, Performance, Funktionalität, IT-Kosten usw.

Trotzdem unsere Cloud-Prognose: mehr Public, weniger Private, mehr Hybrid- und Multi.

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