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Salesforce erfindet sich komplett neu – Slack first

Salesforce erfindet sich komplett neu – Slack first

Salesforce sorgte für Aufsehen, als es letztes Jahr für knapp 28 Mrd. Dollar Slack gekauft hat. Sicher war das eine strategische Antwort auf das Erfolgsprodukt Microsoft Teams. Daher ist die Ankündigung: Salesforce erfindet sich komplett neu – Slack first auf keinen Fall überraschend

Betrachten wir heute das Interview durch Julia La Roche Korrespondent von Yahoo.Finance mit Marc Benioff, CEO und Gründer von Salesforce, welches am 10.06.2021 stattgefunden hat

Frage der Korresponentin: Das 1. Quartal brachte ein Rekordergebnis. Ihr Kommentar

Marc Benioff (MB):
Das erste Quartal 2021 von Salesforce ist ein Rekord-Quartal gewesen – über alle Kennzahlen hinweg, freut sich Marc Benioff. Knapp 6 Mrd. Dollar Revenue und über 3 Mrd. Dollar Cash-Flow.

In diesem Zusammenhang haben er und seine Führungskräfte ein klares Ziel ausgegeben: Salesforce will demnächst SAP überholen. Salesforce wird damit nicht nur Weltmarktführer für CRM (das sind sie ja schon), sondern Weltmarktführer im Bereich Enterprise Application.

Exkurs:

SAP hat bei der Veröffentlichung ihrer Zahlen für das 1. Quartal 2021 ca. 6,3 Mrd. Euro publiziert. Bei einem Wechselkurs von 1 Dollar = 0,84 Euro ist das noch ca. 25 % mehr. Aber da Salesforce schneller wächst, ist Benioff zuversichtlich, bald SAP zu überholen.

Als Ergänzung sei noch ein Artikel von „CloudWars“ erwähnt. Dort sinniert der Autor über die Kampfansage von Benioff: SAP ist ja kein „Mauerblümchen“, schreibt er. Insofern ist auch dieser Experte gespannt, ob und wie schnell der Überholvorgang von Salesforce stattfindet.

Salesforce erfindet sich komplett neu – Slack first

Eine Frage im Interview der yahoo-Redakteurin war:

Die einen sagen, ihr habt für Slack zu viel bezahlt, die anderen sagen, „a great deal“. Was stimmt denn nun?

MB:
Wir nutzten die Pandemie zum kompletten Umbau der Firma und haben nun das 4. Quartal in Reihe mit unglaublichen Ergebnissen.

„Wir werden unsere gesamte Technologie noch einmal umbauen, um Slack-first zu werden, um unseren Kunden zu helfen, ein Geschirr zu haben, um in dieser neuen Welt zu arbeiten – wo man zu Hause arbeitet; man arbeitet im Büro; man arbeitet bei Veranstaltungen; man arbeitet überall.“ Quelle: Motley Fool

Das Ganze hat ein Ziel: Wir wollen unseren Kunden helfen, sich in der neuen Situation besser zurecht zu finden. Unabhängig, wo man arbeitet, die Systeme müssen überall funktionieren. Und wenn Du erfolgreich sein willst, egal, von wo aus Du arbeitest, brauchst Du auch eine „incredible platform like slack“.

Slack half der Salesforce Service Cloud, sich deutlich zu verbessern. Die Zeit, bis ein Case geschlossen wird, hat sich um 26 % verkürzt. Die Service Cloud hat im letzten Quartal hervorragend performed, der Bereich hatte ein extremes Wachstum. Inzwischen ist der Bereich bzw. das Produkt das größte Customer Service Produkt der Welt. Auch innerhalb der Gartner Magic Quadrants wird es als das beste Produkt beurteilt.

Frage: Was ist das Besondere daran?

MB:
Wenn ein Case oder Issue stattfindet, dann können sich alle Mitarbeiter wie ein Schwarm um den Case kümmern. Wir haben viel aus unserem Produkt Chatter gelernt. Aber mit Slack heben wir das Ganze auf eine ganz neue Ebene. Unsere Kunden sind noch besser „connected“ mit ihren Kunden. Sie lösen die Probleme viel schneller. Slack beschleunigt alle diese Dinge.

Frage: Was ist mit der Konkurrenz? MS Teams, Google Workspace …?

MB:
Salesforce ist unique. Wir schaffen ein 360 Grad Experience aus Sales, Marketing und Service, Commerce, Plattformen, Analysetool wie Tableau und den ganzen Integrationsmöglichkeiten.

Als Beispiel führt er Sonos an, 84 % Revenue Wachstum. Sonos kann besser auf seine Kunden eingehen.

Das, was SFC unique macht, ist „Focus on the customer“. Und dabei hilft Slack enorm.

Zwischenfazit: Salesforce baut das Unternehmen als auch seine Produkte komplett um – Alles rund um Slack

Anmerkung der Redaktion:

Üblicherweise geht ein Salesforce-Speaker nicht auf die Konkurrenz ein. Deshalb zur Ergänzung von dem Portal Motley Fool: Benioff spricht auch nicht darüber, wie viel die Überarbeitung des Salesforce-Betriebs kosten wird, aber das Unternehmen hat in seinen letzten Quartalsberichten gut abgeschnitten und profitiert eindeutig von der allgemeinen Umstellung auf die Cloud.

Wie der Motley Fool anmerkt und auch Benioff im Interview bestätigt, ist die Übernahme noch nicht komplett abgeschlossen. Sie wird voraussichtlich im zweiten Quartal abgeschlossen sein.

Frage zum Thema Arbeiten: Die Welt ändert sich und lässt sich nicht mehr zurückdrehen. Es geht nur um eins, „be more collaborative“

MB:
Salesforce baut eine Ranch „to onboard the new employees“, Familien dürfen sich dort wohlfühlen.
Wie schon gewohnt, geht SFC-Speaker nicht auf die Konkurrenz ein. Man zeigt sich selbstbewusst und denkt an sich.

Marc macht eine Urlaubspause auf Twitter bis 01.08. Marc möchte verständlicherweise etwas „runterfahren“. Das fällt zwar schwer bei den vielen Projekten. Er betont aber: „Lasst uns etwas weniger digital sein“.

Zum Schluss kommt noch die Frage nach seinen Investments. Was ist mit Ihrem Engagement zum Thema Weltraum?

MB:
Er spricht über sein Invest in das Time-Magazine. Time macht einerseits sein klassisches Geschäft im Medien-Umfeld. Es ist aber auch eine VC Company (Time Venture) mit 1 Mrd. Dollar VC Kapital und ca. 200 Investments. U.  a. in die Firmen Space X, Astra, Swarm, Planet Labs. Über die Entwicklung von Time Ventures freut sich Marc Benioff auch sehr.

Fazit aus meiner Sicht: Salesforce erfindet sich komplett neu Slack first

Ich habe ihn vor ca. 10 Jahren in München zum ersten Mal live reden hören bzw. gesehen. Er hat nichts an seinem Esprit verloren. Er treibt mit seinem Team seine Mannschaft an und die Mannschaft zieht in seinem Sinne gewaltig an den verschiedenen Erfolgs-Strippen.

Salesforce baut das Unternehmen als auch seine Produkte komplett um – Alles rund um Slack

Vom Typus unterscheiden sich Christian Klein von SAP und Marc Benioff schon sehr. Deshalb sind wir alle gespannt, wie Christian Klein sein jüngsten Bekanntmachungen auf der Sapphire-Konferenz in die Umsetzung bringt. So ein Produkt wie Slack oder Teams hat SAP nicht an Bord. Mal sehen, wie SAP auch dazu eine Antwort findet.

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