Ansichtskarte zum Thema Datenqualität

So gelingt die datenzentrierte Aufstellung von Unternehmen

153

Sie kennen sicherlich unser Mantra „Datenqualität ist kein Kostenfaktor, sondern ein Wertschöpfungsfaktor“. Das sehen offenbar auch andere Unternehmen so. Dazu zählt neben der japanischen Café-Kette Shiru, die das Bezahlen mit Daten ermöglicht, auch Adobe. Denn das Unternehmen hat ein Whitepaper veröffentlicht, das Firmen helfen soll, sich datenzentriert und damit erfolgreich aufzustellen.

„Daten sind kein bloßes Zahlenspiel. Jetzt gelten andere Spielregeln“, heißt es in der Ankündigung illustrativ. Daten seien heute das Asset eines Unternehmens, das den Unterschied ausmache. Geschäftserfolg hänge vom Umgang mit Daten ab und Investoren blicken nicht mehr allein auf reale Vermögenswerte, um den inneren Wert eines Unternehmens zu bestimmen. Erfolgreiche Unternehmen behandeln Kundendaten als Betriebsvermögen und erhalten dadurch einen wertvollen Vorteil und Wettbewerbsvorsprung. In dem Whitepaper erfahren Interessenten, wie es Unternehmen gelingt, Daten als Betriebsvermögen zu behandeln und sich mithilfe von vier Schritten datenzentriert auszurichten.

Die vier Schritte im Einzelnen

Schritt eins besteht darin, den Wert der Daten und die unterschiedlichen Ansätze bei der Behandlung von Daten als Betriebsvermögen wie ein Anleger zu sehen. Denn: Wurde der Wert eines Unternehmens früher mit dem vorhandenen Sachvermögen gleichgesetzt, so zeigen die Börsenkurse heute, dass dies nicht mehr allgemein gültig sei. Von Sachanlagevermögen unabhängige Unternehmen wie Alphabet, Microsoft, Facebook und Amazon gehören zu den wertvollsten Konzernen der Welt.

Schritt zwei lautet: Begreifen, was es bedeutet, Daten im gesamten Unternehmen als Betriebsvermögen zu behandeln. Daten an sich haben keinen Wert, sie müssen vielmehr genutzt werden, um Wert zu schaffen. Kluge Unternehmen nutzen Daten, um zukünftige Kundenbedürfnisse vorherzusagen und Geschäftschancen aufzutun.

Als Drittes sollten Unternehmen die Definition und Einschränkungen von „Walled Gardens“ für den geschäftlichen Erfolg verstehen. Walled Gardens – Google, Apple, Facebook, LinkedIn, Twitter, Bing und Dutzende andere – zementieren ihren Wettbewerbsvorteil, indem sie Daten über die Benutzer sammeln und diese dann versiert interpretieren und nutzen. Was jedoch Unternehmen durch optimierte Dienste und Berichte gewinnen, verlieren sie beim Zugriff auf und der Kontrolle über ihre Kundendaten. Daher lautet die Empfehlung von Adobe: „Hüten Sie sich vor Walled Gardens!“ Unternehmen sollten besser darauf achten, dass Daten über Identitäten und Verhaltensweisen von Anwendern in ihrem Ökosystem bleiben und nicht von anderen zur Umsatzgenerierung verwendet werden.

Der vierte Schritt: Unternehmen müssen erkennen, wie wichtig eine unternehmensweite Demokratisierung ihrer Daten sei und die Kontrolle über ihre Daten übernehmen. Damit sei verbunden, voll auf die Daten zugreifen zu können – nicht nur auf aggregierte Berichte und Tabellen. Dabei helfen offene Plattformen. Strategisch gewählte Technologie trage wirksam dazu bei, Daten zu schützen.

Zehn Kernpunkte

Daraus hat Adobe folgende zehn Kernpunkte abgeleitet, mit denen eine datenzentrierte Ausrichtung gelingt.

  1. Alle Daten wie Betriebsvermögen behandeln
  2. Für einen freien Zugang zu den Daten sorgen
  3. Daten aktivieren
  4. Über unbekannte und bekannte Anwender informieren
  5. Zukunft durch intelligente Analysen vorhersagen
  6. Daten demokratisieren und nicht in Silos aufzubewahren
    Dazu passt die Aussage des leitenden Marketing-Technologen Scott Brinker „Zentralisiere die Daten für eine bessere Datenqualität, aber stelle sie dezentral zur Nutzung zur Verfügung!“
  7. Daten über neutrale Technologien verwalten
  8. Daten mit offenen Plattformtechnologien generieren und verwalten
  9. Daten vor Zugriff durch Dritte schützen
  10. Datenzentrierte Unternehmensstruktur schaffen
    Dazu zählt auch, Adressqualität und Datenqualität als KPIs in die Führungs- und Controllingmechanismen aufzunehmen. Sonst wird nur kurzfristig ein Effekt erzielt, wie Sie hier lesen können.

Zum Download des Whitepapers




Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.